Samstagmorgen, 6:48 Uhr, irgendwo in Buffalo: Diese Art Kälte, die einem schon beim ersten Atemzug in die Lunge sticht. Ich stand im Türrahmen, nur halb wach, im warmen Shirt, und blickte auf zwei Jungen, die aussahen, als hätte der Sturm sie direkt auf meine Veranda geweht.
Der Ältere war vielleicht fünfzehn, der Jüngere höchstens zwölf. In den Händen hielten sie zwei Schaufeln, die schon bessere Tage gesehen hatten: eine aus Plastik, krumm und abgenutzt, und eine zweite, notdürftig mit silbernem Klebeband und einer schmutzigen Schnürsenkel-Schlinge zusammengehalten.
„Bitte, Sir“, sagte der Ältere, als ich die Tür einen Spalt öffnete. „Wir machen die Einfahrt, die Stufen und den Gehweg. Alles.“
Meine Einfahrt ist lang und tückisch, besonders wenn der Schneepflug am Rand diese harte, vereiste Kante zurücklässt. Selbst jüngere Männer fluchen da leise vor sich hin. Ich musterte die beiden und fragte schließlich: „Was wollt ihr dafür?“
Der Ältere schluckte. „Zwanzig Dollar.“
„Pro Person?“, hakte ich nach.
Er schüttelte sofort den Kopf. „Nein, Sir. Insgesamt.“
In ihren Augen lag nichts von „Taschengeld“. Es war dieser Blick, den man eher bei Erwachsenen sieht, wenn sie schon zu viel Verantwortung tragen.